NOPLACEFORHATE – Ab sofort an Hofer Schulen

Kooperation mit dem JCRG

Die neue Kooperation zwischen BLAK und dem Hofer Johann-Christian Reinhard Gymnasium bietet eine große Chance für die Region und deren Jugendarbeit. Der erste gemeinsame Meilenstein wurde für die Präventionsarbeit bezüglich des Themas Rassismus und Mobbing bereits gelegt. Das große Interesse von BLAK an der Förderung der Jugend- und Erwachsenenbildung ermöglicht die Realisierung von gemeinsamen Projekten, die schon im Juli beginnen werden. Für die achten Klassen des Gymnasiums werden hierfür Anti-Mobbing / Anti-Rassismus Workshops durchgeführt, um so das Verständnis für den Slogan „Noplaceforhate“ auch an der Hofer Schule zu stärken. Der Direktor Herr Michael Wagner freut sich schon sehr auf die künftige Zusammenarbeit. Das folgende Interview ermöglicht Dir weitere Einblicke in die Sichtweise des Direktors:

Herr Wagner, sind Sie schon mal mit dem Thema Rassismus / Fremdenfeindlichkeit in Berührung gekommen? Wenn ja, wie haben Sie sich verhalten?

Persönlich wird man als Lehrer bzw. als Schulleiter natürlich häufiger mit dem Thema Mobbing konfrontiert. Wobei hier eine interessante Entwicklung festzustellen ist: Vor ungefähr zwanzig Jahren war Mobbing praktisch noch kein Thema an Schulen– oder nur ganz, ganz wenige äußerten sich dazu oder haben sich diesbezüglich geoutet. In den letzten Jahren ist es deutlich mehr geworden – wobei es im Moment nicht ansteigend ist. Ich glaube aber nicht, dass es vor zehn – zwanzig Jahren unbedingt weniger Mobbingvorfälle gab, sondern dass das Bewusstsein für diese Thematik sich verändert hat. Es gibt mehr Kinder-und Jugendliche und ganz besonders mehr Eltern, die mittlerweile wissen, das Schweigen einfach falsch ist. Man weiß, dass es wichtig ist, die Reißleine rechtzeitig zu ziehen und an die Öffentlichkeit zu gehen, um sich Hilfe zu holen.

Gab es an Ihrer Schule bereits Vorfälle im Bereich Mobbing und Rassismus? Wenn ja, wie wurde gehandelt?

Bewusst ist mir seitdem ich an dieser Schule bin noch kein Rassismus begegnet. In meinem persönlichen Umfeld auch nicht.  Aber wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht man natürlich überall Belege von Rassismus. Sei es die Äußerungen von Vertretern bestimmter politischen Richtungen in der Öffentlichkeit oder die derzeitige Debatte Islam / Israelis. Dass sich Schüler bei Lehrern oder der Schulleitung melden und sich ihnen anvertrauen, weil sie gemobbt werden, das kommt vor. Jedoch habe ich einen rassistischen Hintergrund hierfür noch nie erlebt. Das liegt wahrscheinlich aber auch an unserer Schülerschaft, die noch relativ homogen ist.

Was erhoffen Sie sich von der Kooperation mit der Organisation generationblak e.V.? (z.B. Workshops, Exkursionen usw)

Von den Workshops erwarte ich mir vor allem, dass das Bewusstsein unser Schüler für die Thematik „Wie gehen wir wertschätzend miteinander um?“ gestärkt wird.  In den letzten Jahren sind abschätzende Bemerkungen im Internet und über soziale Netzwerke ein großes Problem geworden. Ich denke aber, dass viele gar kein Gespür dafür haben, was sie da überhaupt loslassen. Außerdem wünsche ich mir, dass unsere Schüler offene Augen und Ohren dafür bekommen, wenn irgendwo was nicht ganz in Ordnung ist –  Es sind manchmal nur ganz kleine Signale, die erkannt werden müssen. Insgesamt geht es mir aber besonders um die Stärkung des Bewusstseins für die Wichtigkeit von einem wertschätzenden Umgang miteinander.

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